Frischluft für die WohnungIm klassischen, unsanierten Altbau erledigt sich die Lüftung von alleine: undichte Fenster und Türen sorgen ungewollt für permanenten Luftaustausch. Dabei geht natürlich viel Wärme verloren. Der Preis: hohe Energiekosten und wenig Wohnkomfort. Eine Sanierung schafft Abhilfe. Fenster, Wände und Türen sind nun dicht – doch jetzt muss dem Lüften auch mehr Bedeutung zugemessen werden. Je besser ein Haus gedämmt ist, umso wichtiger ist die Lüftung. Ohne ausreichende Lüftung kondensiert Feuchtigkeit an kalten Flächen, sorgt für ein unangenehmes Raumklima und kann zu Schimmelpilzbildung führen. Weiterhin möglich ist das klassische Fensterlüften, jedoch gibt es inzwischen auch Abluftanlagen, beziehungsweise Zu- und Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung. Fensterlüften: Fenster auf heißt es nach dem Kochen oder Duschen, ansonsten sollte man regelmäßig Stoßlüften. Das heißt tagsüber etwa alle zwei bis vier Stunden für fünf bis 15 Minuten das Fenster ganz aufmachen. Dauerlüften mit gekippten Fenstern ist wenig ratsam, da es zum einen Wärme und Geld kostet, zum anderen die Luft austrocknet und damit der nächsten Erkältung Vorschub leistet. Während des Lüftens sollte man den Heizkörper unbedingt ausschalten. Einfache Abluftsysteme: Sie lassen sich auch in gebrauchte Immobilien einfach einbauen. Dabei wird über Ventilatoren die Luft in Küche, Badezimmer und WC abgesaugt. Frische Luft strömt über Ventile, zum Beispiel in der Außenwand oder im Fensterrahmen nach. Zu- und Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung: Heizenergie und Kosten werden gespart, weil bei dieser Anlage die warme Abluft die kalte Frischluft erwärmt. Allerdings ist die Anlage relativ teuer (über 5000 Euro) und stellt sehr hohe Anforderungen an die Luftdichtheit eines Gebäudes. Bei der Altbau-Sanierung kommen die Systeme selten zum Einsatz, da meist kein Platz für die Rohre vorhanden ist. Für Allergiker sind die Anlagen interessant, da sie vor Pollen schützen, außerdem bleibt der Straßenlärm draußen. Zu bedenken ist prinzipiell, dass Abluftsysteme zusätzlich Strom verbrauchen. Es muss genau kalkuliert werden, ob die eingesparte Energie nicht durch den Strom zur Betreibung der Anlage wieder aufgefressen wird. Wie Sie Ihr Haus am energieeffizientesten ausstatten, kann Ihnen Ihr Energieberater berechnen. Finden Sie in unserer Datenbank den Energieberater in Ihrer Nähe! |
Herstellerinformationen zu Lüftungsanlagen
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