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Der Weg zum Baudarlehen

Der Kassensturz zu Beginn eines Kauf- oder Bauvorhabens ist deshalb unabdingbar. Bevor man auf Immobiliensuche geht, muss man wissen, wie viel Geld überhaupt zur Verfügung steht.  Hier ist es wichtig, ehrlich mit seiner finanziellen Situation umzugehen, um später nicht in eine Finanzierungsfalle zu tappen. Das heißt konkret: Es muss genug Geld zum Leben bleiben. Und ohne den kleinen Luxus zwischendurch kann das Leben ganz schön eintönig werden. Idealerweise besprechen Sie Ihren Finanzierungsbedarf mit einem Fachmann.

Die monatliche Belastbarkeit berechnen Sie aus der Differenz zwischen Ihren Einnahmen und Ausgaben. Was übrig bleibt, können Sie für die Rückzahlung des Darlehens verwenden:   

  • Einnahmen sind das monatliche Nettoeinkommen der Familie ohne Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Dazu kommen Renten, Mieteinnahmen oder Kindergeld.
  • Ausgaben sind Lebenshaltungskosten wie Lebensmittel und Kleidung, Rücklagen für Neuanschaffungen, Versicherungen, Ausgaben für Verkehrsmittel, Hobbys, Unterhaltung, Kultur und Urlaub auf den Monat umgelegt. Dazu kommen Nebenkosten für Energie, Grundsteuer und Instandhaltungsrücklagen. Als grober Richtwert können hier 2,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche angenommen werden.  

Mögliche Berufs- oder Lebensrisiken wie Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit, Todesfall, Scheidung, Trennung oder Umzug sollten Sie nicht ausblenden. Besser ist es, im Vorfeld Überlegungen anzustellen, wie Sie sich für den Ernstfall absichern können. Dazu gehört eine Finanzierung, die Spielraum lässt sowie die Möglichkeit, Ihre Immobilie im Ernstfall schnell und möglichst verlustfrei verkaufen zu können. 

Eigenkapital - ohne geht nicht: Den vollen Kaufbetrag einer Immobilie wird der Käufer von seiner Bank normalerweise nicht bekommen. Zur soliden Absicherung vergeben die Kreditinstitute nur 60 bis 80 Prozent des insgesamt benötigten Geldes. Das heißt sie brauchen mindestens 20 Prozent Eigenkapital. Je mehr, desto besser. Wer weniger Geld aufnehmen muss, hat nicht nur eine geringere monatliche Belastung, sondern auch eine bessere Verhandlungsposition gegenüber seinem Geldgeber. Er bietet höhere Sicherheiten und kann damit meist einen Zinsnachlass verhandeln. 

Der Hintergrund dieser Praxis ist, dass Banken sehr vorsichtig sind und sich langfristig absichern wollen. Bei einer Zwangsversteigerung wegen Zahlungsproblemen könnten sonst eventuell Schulden übrig bleiben und die Bank würde nicht ihre volle Kreditsumme zurückbekommen.

Beleihungswert ermitteln: Wie viel Geld ein Kreditinstitut zur Verfügung stellt, wird durch den Beleihungswert ermittelt. Dabei wird der Verkehrswert der Immobilie erhoben, also der Betrag, den man langfristig beim Verkauf erzielen kann. Die Einschätzung wird vom Kreditinstitut oder einem Gutachter geschätzt. Von diesem Betrag wird ein Sicherheitsabschlag von etwa 20 Prozent abgezogen, übrig bleibt der Beleihungswert.

Beleihungsgrenze festlegen: Vom festgelegten Beleihungswert wird wiederum ein bestimmter Prozentsatz (meist nochmals 20-40 Prozent) abgezogen. Die verbleibende Summe entspricht dann dem Kredit, den Sie tatsächlich bekommen. Wer ein hohes regelmäßiges Einkommen hat oder andere Sicherheiten, wie bereits vorhandener Immobilienbesitz kann möglicherweise trotzdem einen höheren Kreditbetrag bekommen.

Grundschuld oder Hypothek: Als Sicherheit für die Bank wird im Grundbuch der Immobilie, das beim zuständigen Amtsgericht geführt wird, eine Grundschuld oder Hypothek eingetragen. Ein solcher Eintrag wird von einem Notar vorgenommen. Dieser Grundbucheintrag ist für die Bank absolute Voraussetzung für die Kreditvergabe. Sollte der Kunde zahlungsunfähig werden, kann die Bank durch Verkauf oder Nutzung der Immobilie ihren geliehenen Geldbetrag zurückbekommen.

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