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Durchblick im Bankenkauderwelsch: Was muss ich beim Darlehen beachten?

Wer sich bisher nicht mit einer Bankfinanzierung beschäftigt hat, versteht oftmals nur Bahnhof, wenn er die Angebote der Banken und Sparkassen liest oder sich von einem Fachmann beraten lässt. Damit Sie von Anfang an mitreden können, hier die wichtigsten Grundlagen für Ihren Bankkredite: 

Tilgung: Mit der Tilgung bezahlen Sie das Darlehen zurück. Je höher die Tilgung ist, desto schneller wird das Darlehen abbezahlt und desto weniger Zinsen fallen an. Deshalb entscheidet die Höhe der Tilgung über die Gesamtkosten für das Darlehen. 

Anfangstilgungssatz: Standardmäßig wird eine Anfangstilgung von einem Prozent angeboten. Je nach Höhe des Zinssatzes entsteht daraus eine Kreditlaufzeit von 30 Jahren. Wer über genügend Eigenkapital und ein entsprechend hohes monatliches Einkommen verfügt, kann auch einen höheren Anfangstilgungssatz wählen. Die Vorteile sind: weniger Zinsen, schnellere Entschuldung und günstigere Angebote. 

Laufzeit: Je kürzer die Vertragslaufzeit eines Kredits ist, desto weniger Zinsen fallen an. Deshalb ist es sinnvoll, im Rahmen seiner Möglichkeiten so schnell wie möglich zu tilgen. 

Sondertilgungsoptionen: Damit können Sie an Ihren Kreditgeber größere Einmalzahlungen leisten, etwa nach einer Erbschaft. Diese Möglichkeit sollten Sie vor Vertragsabschluss mit Ihrer Bank besprechen. Einige Banken gewähren diese Möglichkeit nämlich nicht, andere nur nach Vereinbarung, manche bieten jährliche Sondertilgungsmöglichkeiten bis zu einer bestimmten Höhe ohne Zinsaufschlag an. 

Nominal- und Effektivzins: Der Nominalzins gibt den Preis für den Nennbetrag des Darlehens an. Die tatsächliche finanzielle Belastung pro Jahr soll mit dem effektiven Jahreszins angegeben werden. Hier sind bestimmte Gebühren bereits mit eingerechnet. Trotzdem ist er nur eingeschränkt aussagekräftig, da er etwa Kontoführungs- und andere zusätzliche Kosten nicht enthält.  

Zinsbindungsfrist: Damit wird die Zeit angegeben, in der die zu Beginn vereinbarten Zinsen gleich bleiben. Zinsbindefristen können 5, 10, 15 oder 20 Jahre betragen. Wie lange Sie eine Zinsbindefrist vereinbaren, hängt von Ihrer Tilgungsleistung und dem Zinsmarkt ab. Grundsätzlich sind längere Zinsbindungsfristen teurer. Aber solange die Zinsen niedrig sind, lohnt es sich oft trotzdem eine lange Laufzeit zu vereinbaren. Sind die Zinsen jedoch gerade auf ihrem Höhepunkt, bietet es sich an nur eine kurze Frist zu vereinbaren, da die Zinsen erfahrungsgemäß wieder fallen. 

Nicht alles aus einer Hand: Baufinanzierer müssen nicht alles auf eine Karte setzten. Sie können die Finanzierungssumme in Darlehen mit zwei oder drei verschiedenen Zinsbindungen splitten. Zinserhöhungen nach Ablauf der Zinsbindung betreffen so immer nur einen Teil der Summe. 

Anschlussfinanzierung: Nach Ende der Zinsbindung, also nach 5, 10, 15 oder 20 Jahren, müssen Sie mit Ihrer Bank eine Anschlussfinanzierung vereinbaren. Sie können aber auch einen Wechsel des Kreditinstituts vornehmen, wenn Sie dort bessere Konditionen geboten bekommen. Am Besten Sie werden spätestens zwei bis drei Monate vor Ende des Vertrags selbst aktiv und warten nicht ab, bis Ihnen die Bank vier Wochen vorher ein neues Angebot unterbreitet. Durch einen Wechsel der Bank kann besonders bei hohen Beträgen eine stattliche Zinsersparnis herauskommen.   

  • Wichtige Informationen einholen: Klären Sie zunächst die vertraglichen Regelungen für das Ende der Zinsbindungsfrist, wie hoch die Restschuld ist, ob Geld für Sondertilgungen zur Verfügung steht, welche monatliche Belastung Sie in Zukunft schultern können und wie der Zinsmarkt aussieht. Ist das Zinsniveau insgesamt gestiegen, kann es sein, dass mit der Anschlussfinanzierung die monatlichen Raten sowieso schon höher ausfallen als bisher.
  • Gleich ist nicht gut genug: Viele Banken bieten Kunden für Anschlussfinanzierungen die gleichen Konditionen wie zuvor. Das sollten Sie nicht unbedingt akzeptieren, denn die Verlängerung eines bestehenden Vertrags verursacht wesentlich weniger Aufwand als der Abschluss eines neuen.
  • Wechseln kostet: Beim Wechsel zu einem neuen Kreditinstitut müssen die grundpfandrechtlichen Sicherheiten auf den neuen Geldgeber übertragen werden. Dadurch fallen Kosten an, allerdings sind diese meist deutlich geringer, als die Kundenberater der eigenen Bank gerne suggerieren.

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