GreenBuilding: Vorreiterrolle beim Energie sparen wird ausgezeichnetGemäß des Grünbuchs Energieeffizienz vom Juni 2005 der Europäischen Kommission ist der Gebäudebereich für nahezu 40 Prozent des Endenergiebedarfs in Europa verantwortlich. Nur durch verbesserte Techniken zur Gebäudeheizung beziehungsweise –kühlung können laut Grünbuch bedeutende Energieeinsparpotenziale erschlossen werden. Die Nutzung dieser Potenziale würde nicht nur zu einer Verminderung der Energiekosten und damit zu einer Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Märkte führen. Darüber hinaus würde auch der Klimaschutz in der EU erhöht werden. GreenBuilding ist ein freiwilliges Programm für Nichtwohngebäude, das Anfang 2005 von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen wurde. Gebäudeeigentümer sollen bei der Durchführung energetischer Modernisierungen in ihren Nichtwohngebäuden beraten und unterstützt werden und für ihre Vorreiterrolle öffentliche Anerkennung erhalten. Die Gebäudeeigentümer reichen einen Maßnahmenplan ein, in dem Art und Umfang der geplanten Effizienzmaßnahmen beschrieben werden. Nach positiver Prüfung des Maßnahmenplans wird dem Gebäudeeigentümer durch die Europäische Kommission der Status GreenBuilding Partner verliehen. Der Status erlischt drei Jahre nach Abschluss der letzten baulichen Maßnahmen. GreenBuilding unterstützt die Gebäudeeigentümer mit fachlichem Rat. Kompakt und anschaulich werden die Energieeffizienzpotenziale beschrieben, wie zum Beispiel Beleuchtung, Bürogeräte, Gebäudehülle, Be- und Entlüftung und so weiter. Zusätzlich gibt es Dokumente zu Themen, wie Finanzierung, Energiemanagement und Energieaudits. Selbstverständlich kann ein GreenBuilding Partner seine Vorreiterrolle auch im Rahmen seiner Public Relations nutzen, etwa durch die Nutzung des GreenBuilding Logos, Nennung der Partner in Broschüren, Rundbriefen und im Internet, durch Presseartikel sowie mit Präsentationen bei wichtigen Messen und Konferenzen. In Deutschland ist die Stadt Nürnberg der erste offizielle GreenBuilding Partner Mit der erfolgreichen Sanierung des ehemaligen Gasthaus- und Verwaltungsgebäudes im Schlacht- und Viehhof Nürnberg, das heute eine Kindertagesstätte beherbergt, wurden die GreenBuilding-Kriterien einer 25-prozentigen Effizienzsteigerung übererfüllt. Nach Darstellung des Kommunalen Energiemanagements im Hochbauamt Nürnberg konnte der Primärenergiebedarf des denkmalgeschützten Gebäudes im Rahmen der Sanierung um 80 Prozent gesenkt werden und liegt heute 32,5 Prozent unterhalb der Anforderungen der Energieeinsparverordnung EnEV. |


















