Erneuerbare Energie – unversiegbare und klimaschonende Energie der ZukunftEnergie, die nicht versiegt: Sonne, Wind, Erdwärme, Wasser und Bioenergie stehen als Energieträger für Wärme, Strom und Kraftstoffe unendlich zur Verfügung. Die Ressourcen fossiler Rohstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle als Energielieferanten werden immer knapper und teurer. Zudem schaden sie mit ihrem enormen Ausstoß am Treibhausgas CO2 erheblich der Umwelt. Im Gegensatz dazu schützt Erneuerbare Energie das Klima, schafft Arbeitsplätze im eigenen Land, erschließt neue Exportmärkte durch innovative Technik und verringert die Abhängigkeit von Rohstoffimporten aus dem Ausland. Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze Der Wirtschaftszweig Erneuerbare Energien ist bereits heute in Deutschland ein enormer Wachstumsmarkt. Der Absatz von Photovoltaikanlangen, Wärmepumpen und Holzpelletkessel boomt, um nur einige aufzuzählen. Für das Jahr 2006 wird ein Gesamtumsatz in Höhe von 16 Milliarden Euro erwartet. Die Investitionen in die Regenerative Energiewirtschaft haben sich im Jahr 2005 um 24% gegenüber dem Vorjahr erhöht. Dies macht sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Erneuerbare Energie schafft Arbeitsplätze. Sind heute in Deutschland cirka 170.000 Menschen in der Branche beschäftigt, soll die Zahl bis zum Jahr 2020 auf 500.000 ansteigen. Neue Technologien und Exportboom Deutschland ist mit Abstand der größte Markt für solarthermische Anlagen in Europa. Dies liegt nicht zuletzt an der starken Innovationskraft der deutschen Wissenschaft, die die technischen Systeme immer leistungsfähiger und kostengünstiger macht. Generell boomt das Geschäft mit deutscher Regenerativer Energietechnik im Ausland. Ob Sonne, Wasser, Wind, Erdwärme oder Bioenergie – den größten Anteil am Umsatz tragen die Exportgeschäfte, und dabei ist die Wasserkraft mit 80% Exportquote der deutsche Spitzenreiter. Aber auch Windparks und geothermische Anlagen werden vermehrt ins Ausland und immer mehr auch nach Südostasien exportiert. Regionale Wertschöpfung Erneuerbare Energie entsteht im eigenen Land. Investitionen in Rohstoffimporte können gesenkt und im eigenen Land in den volkswirtschaftlichen Kreislauf eingebracht werden. Das Geld fließt nicht mehr ins Ausland. Strukturschwache rurale Gebiete können deutlich gestärkt werden, indem gerade in diesen ländlichen Zonen neue ökologische Heiz- und Stromkraftwerke entstehen. Viele Forst- und Landwirte nutzen bereits den zusätzlichen Wirtschaftszweig und betreiben Biomasseheizwerke. Klimaschutz – Stopp des Treibhauseffekts Ein gravierendes Problem ist die Verschmutzung der Umwelt durch fossile Brennstoffe. Das bei der Verbrennung von Erdgas, Erdöl und Kohle entstehende Gas Kohlenstoffdioxid ist extrem schädlich für die Atmosphäre und fördert den Treibhauseffekt in bedenklichem Ausmaß. Die Schadstoffbelastung verursacht eine Klimaveränderung, die verheerende Folgen für Mensch und Natur mit sich bringt, wie an immer häufiger auftretenden Umweltkatastrophen zu sehen ist. Alternativen zu den „alten“ Energiestoffen zu finden, ist für den Erhalt unserer Welt unumgänglich. Im Jahr 2005 konnten rund 10% mehr CO2 als im Vorjahr durch die Benutzung natürlicher Ressourcen eingespart werden. Geringe Umweltrisiken Anders als bei Ölpipelines, Erdgasleitungen, Atomkraftwerken oder Öltankern, besteht bei der Herstellung, dem Transport und der Lagerung von Regenerativen Energien ein geringes Umweltrisiko. Regenerative Energie stammt meist aus der Region, lange Transporte können deshalb ohnehin vermieden werden. Unabhängigkeit von Energieimporten Die Ressourcen fossiler Brennstoffe werden immer knapper, statistisch gesehen werden die Erdölvorkommen bei einem fortlaufenden Verbrauch von 3,4 Milliarden Tonnen jährlich nach rund 42 Jahren erschöpft sein. Aufstrebende Wirtschaftsmächte wie China verbrauchen jedes Jahr „ein Japan mehr an Energie“. Gegenwärtig ist Deutschland bei Gas, Öl, Kohle und Uran zu 75% von Importen, insbesondere aus dem arabischen Raum und Russland, abhängig. Dies muss dringend gestoppt werden. Bis 2020 soll die Abhängigkeit mithilfe Erneuerbarer Energien und Energieeffizienz auf unter 50% gedrückt werden. Versorgungssicherheit bei Energiekrisen und Preissteigerung Die Quellen fossiler Rohstoffe werden irgendwann versiegen. Die immer größer werdende Knappheit der Güter hat zweierlei zur Folge: Erstens steigen die Preise für Rohstoffe immer weiter an und zweitens ist die Versorgungssicherheit künftig nicht mehr gewährleistet. Zudem kommt, dass fossile Rohstoffe oft in politisch nicht stabilen Gegenden vorkommen, so dass politische Unruhen jederzeit zu Krisen auf dem Energiemarkt führen können. Triftige Gründe, sich energetisch eigenständig und unabhängig von Importländern aufzustellen. Auf lange Sicht, da sind sich Experten in ihren Studien einig, werden Erneuerbare Energien eine große Rolle in unserer Energieversorgung spielen. Bis Mitte des 21. Jahrhunderts soll 50% des deutschen Energiebedarfs durch Regenerative Energie bereitgestellt werden. Dennoch reicht der Ausbau von Erneuerbarer Energie alleine nicht aus, die Abhängigkeit von fossilen und atomaren Brennstoffen zu reduzieren. Vielmehr ist jeder einzelne gefordert, den eigenen Energieverbrauch nachhaltig zu senken. Dies kann durch Steigerung der Energieeffizienz und durch Förderung von Maßnahmen zum Energiesparen erreicht werden. |

















