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22. August 2006

Alpen - nachhaltige Entwicklung

Regionale Zusammenarbeit im Alpenraum ist Vorbild für Europa.

Alpen - nachhaltige Entwicklung

Bei einer Wanderung im Nationalpark Berchtesgaden informierte sich Michael Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, über die nachhaltige Entwicklung im Alpenraum und die Umsetzung der Alpenkonvention. Müller hob die Leistungen der verantwortlichen Organisationen hervor: „Ich halte die regionale Zusammenarbeit im Alpenraum für ein Vorbild für Europa. Sie ist inzwischen auch in anderen Regionen, so in den Karpaten und dem Kaukasus, auf großes Interesse gestoßen“, so Müller. Die Folgen des Klimawandels, ökologischer Tourismus, Verkehr und der ökologische Verbund der Schutzgebiete standen im Mittelpunkt der Diskussion mit Verbänden und Organisationen.

Zusammenarbeit der Alpenstaaten: In den Alpen treffen wichtige Politikfelder aufeinander, zum Beispiel Verkehr, Tourismus und Naturschutz. Es komme darauf an, so Müller, auch widersprüchliche Interessen zum Ausgleich zu bringen. Dies erfordere eine intensive Zusammenarbeit der Alpenstaaten.

Klimaschutz: Deutschland geht es in erster Linie um einen besseren Schutz vor Naturkatastrophen, die durch Klimaveränderungen immer häufiger und mit immer schwerwiegenderen Auswirkungen auftreten. „Am dramatischen Rückgang der Alpengletscher kann man die Auswirkungen des Klimawandels auf besonders erschreckende Weise ablesen“, so Müller. „Es wird höchste Zeit, das Kyoto-Protokoll und die Klimarahmenkonvention so fortzuentwickeln, dass das Schlimmste verhindert werden kann. Dazu darf die globale Erwärmung nicht über 2 Grad steigen. Wir werden deshalb den Klimaschutz zu einem Schwerpunkt der deutschen Präsidentschaft in der EU und in der G8 machen.“

Ziele: Weitere Anliegen seien der nachhaltige Tourismus; insbesondere beim Skitourismus; und die Erweiterung der alpenweiten Zusammenarbeit der Schutzgebiete. Müller dankte den Verbänden für die gute Zusammenarbeit und die wichtigen Beiträge, die diese Organisationen vor Ort gemeinsam mit lokalen Entscheidungsträgern leisten. „Alpenpolitik kann man nur mit denen vereinbaren, die hier leben und arbeiten“, sagte er. „Den Verbänden des Umweltschutzes kommt bei der Vermittlung und Umsetzung der Ziele einer auf nachhaltige Entwicklung ausgerichteten Politik für die Alpen eine wichtige Rolle zu.“

Die Alpenkonvention, die die nachhaltige Entwicklung der bedeutendsten Bergregion Europas sicherstellen soll, ist das weltweit einzige rechtsverbindliche Instrument für eine ganze Bergregion. Vertragsparteien sind Deutschland, Frankreich, Italien, Schweiz, Österreich, Slowenien, Liechtenstein, Monaco und die Europäische Union. Am 9. November 2006 findet die 9. Alpenkonferenz der Alpenanrainerstaaten in Alpbach, Österreich, statt.

Quelle: BMU

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