22. August 2006
Meeresenergie
Voith Siemens Hydro plant 3MW-Wellenkraftwerk.
Voith Siemens Hydro hat mit seiner schottischen Tochtergesellschaft Wavegen auf dem Weg zur Erschließung von Energie aus den Meeren einen weiteren Erfolg erzielt. Ein Abkommen zwischen npower renewables, einer britischen RWE-Tochter und Wavegen soll die Entwicklung eines 3 MW-Wellenkraftwerks auf der Hebrideninsel Lewis voranbringen.
Wellenkraftwerk: Die dort eingesetzte Technologie basiert auf dem Verfahren, das in Wavegens Limpet-Anlage auf der Insel Islay bereits im Einsatz ist. Dieses Kraftwerk ist seit 2000 in Betrieb und macht sich das Oscillating-Water-Column-Prinzip, kurz OWC, zunutze. Es ist das weltweit einzige Wellenkraftwerk, das Elektrizität in ein kommerzielles Stromnetz einspeist, teilte Siemens mit.
Küstenschutz: Das Kooperationsprojekt zwischen Voith Siemens Hydro und npower sieht vor, die OWC-Technik in eine Küstenschutzmauer zu integrieren. Durch diese Kombination lasse sich ein doppelter Nutzen - vor allem in Bezug auf die anfallenden Baukosten - herstellen: die Gewinnung erneuerbarer Energie aus dem Meer und der Schutz der Küste durch die neue Maurer.
Fonds für Meeresenergie: Liefern die derzeit angestellten Machbarkeitsstudien ein positives Ergebnis, sollen für das Projekt Mittel aus dem Entwicklungsfonds für Meeresenergie des britischen Industrie- und Handelsministeriums gewonnen werden. Dieser Fonds fördert die Anschubfinanzierung für Wellenkraftwerke. Eine von mehreren Bedingungen für die Gewährung dieser Unterstützung ist der Nachweis über einen mindestens dreimonatigen Betrieb eines Wellenkraftwerks. Dieser dürfte nach fünf Jahren Betrieb in Wavegens Limpet-Anlage leicht zu erbringen sein, so Voith Siemens Hydro weiter.