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6. September 2006
Mission ‚Solarimpulse’Der Schweizer Bertrand Piccard will die Welt 2011 mit einem Solarflugzeug umfliegen. Anfang August hat er das ehrgeizige Vorhaben mit dem Namen ‚Solarimpulse’ gemeinsam mit seinem Sponsor Omega im Berliner Kaufhaus KaDeWe vorgestellt. Mission Solarimpulse. In einer von fossilen Energieträgern abhängigen Welt soll Solarimpulse neue Akzente setzen und die Grenzen der gegenwärtigen Technik überschreiten. Solarimpulse ist ein bemanntes Solarflugzeug, das in Tag- und Nachtflügen allein von Sonnenenergie angetrieben, die Erde umrunden soll. Solarimpulse ist ein revolutionäres Konzept, das unser Wissen über Werkstoffe, Energiemanagement und Mensch-Maschine-Schnittstellen erweitern wird. Der Mann, der sich das Projekt ausgedacht und in die Wege geleitet hat, heißt Bertrand Piccard. Der Schweizer kennt sich aus mit Weltumrundungen. 1999 hat er als erster Mensch mit einem Heißluftballon nonstop die Welt umflogen. Mehr Spannweite als ein Airbus. Bei seinem nächsten Versuch soll es ein Flugzeug sein, das die Energie von der Sonne bezieht. Die Solarzellen befinden sich auf der Oberseite der Tragflächen. Mit einer Spannweite von mehr als 80 Metern sind sie größer als die eines Airbus 380, des größten Passagierflugzeugs der Welt. Energiemanagement an Bord. Entscheidend für den Erfolg des Projektes wird das Energiemanagement des Flugzeuges sein. Piccard will deshalb die neueste Batterie-Technologie nutzen. Die Herausforderung: Die während des Tages gesammelte Energie soll nicht nur dazu dienen, das Flugzeug anzutreiben, sondern auch die Batterien für Nachtflüge aufzuladen. Der Pilot wird deshalb darauf achten müssen, bei Einbruch der Nacht über volle Batterien zu verfügen und möglichst sparsam mit der Energie umzugehen, um sich bis zum nächsten Sonnenaufgang in der Luft halten zu können. Der Bau des Prototyps. In den kommenden zwei Jahren plant Piccard die Konstruktion und den Bau eines Prototyps. Mit ihm will er in den Jahren 2008 und 2009 erste Testflüge starten. 2010 soll dann das Flugzeug gebaut werden, mit dem er im Mai 2011 die Weltumrundung in Angriff nehmen will. Die Flugroute. Seine Route wird ihn und den zweiten Piloten André Borschberg von den Arabischen Emiraten über Indien, China, den Pazifischen Ozean und Hawaii in die USA führen; von dort quer über den Atlantik nach Europa und zurück zum Ausgangsort. Auf jedem Kontinent ist eine Zwischenlandung vorgesehen. Zeit für einen Pilotenwechsel, denn aus Gewichtsgründen kann nur ein Pilot an Bord sein. Jeder Flugabschnitt wird drei bis vier Tage dauern – die für einen einzelnen Piloten maximal erträgliche Flugdauer. Falls das Gewicht der Batterien durch verbesserte Effizienz weiter reduziert werden kann, könnte das Flugzeug zwei Piloten für Langzeitflüge aufnehmen. Dann würde eine Nonstop-Weltumrundung in den Bereich des Möglichen rücken. Herausforderung Höhe. Piccard und Borschberg wollen auf einer Höhe von 12.000 Metern fliegen. Bisher ist es noch keinem Vorläufer von Solarimpulse gelungen, auf dieser Höhe eine ganze Nacht hindurch zu fliegen. Um die Sinkrate niedrig zu halten, wird der Gleitwinkel des Solarimpuls-Flugzeuges deshalb besser sein müssen als der des besten heute verfügbaren Segelflugzeuges. Solarzellen liefern Strom für Motor. Damit es aus eigener Kraft oben bleibt, reichen für das Solarimpulse-Flugzeug Solarzellen aus, die bei voller Einstrahlung eine Leistungsspitze von 40 Kilowatt erzielen. Im Mittel über 24 Stunden sind das zehn Kilowatt – und damit die Motorleistung, mit der die Gebrüder Wright im Jahre 1903 ihre Pionierflüge gestartet haben. Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie hat Bertrand Piccard ihre volle Unterstützung zugesichert. Quelle: www.solar-impulse.com |
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