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22. November 2006
Trockene Heizluft schafft Gesundheitsprobleme
Wenn im Winter die Wohnungen beheizt werden, wird die Luft in den Räumen, relativ gesehen, trockener. Es entsteht die bekannte „trockene Heizluft“, die für viele Menschen ein echtes Gesundheitsproblem darstellt. Ein Erwachsener benötigt pro Tag zwischen 11.500 und 14.500 Liter Atemluft, was bis zu 20.000 Ein- und Ausatmungsvorgänge über die Nase und den Rachenraum erfordert. Da trockene Raumluft die Sauerstoffaufnahme und den Sauerstofftransport behindert, kommt es leicht zu Unwohlsein, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche. Zudem steigt bei trockener Raumluft die Anfälligkeit für Infektionen und Atemwegserkrankungen. Was mit einem leichten Husten oder Schnupfen beginnt, kann sich schnell zu einer handfesten Erkältungserkrankung entwickeln. Und gerade im Winter ist es keineswegs nur die Abkühlung des Körpers, die der Widerstandskraft schadet. Die Bedeutung der relativen Luftfeuchtigkeit in beheizten Räumen für unsere Gesundheit Wenn im Winter die kalte Aussenluft mit Ihrer verhältnismäßig niedrigen absoluten Feuchtigkeit ins Innere von Wohn- und Büroräumen gelangt und erwärmt wird, ohne dass dabei der Luft mehr Feuchtigkeit zugeführt wird, dann muss notgedrungen die relative Luftfeuchtigkeit erheblich sinken, da mit steigender Temperatur die Differenz zwischen absoluter und maximaler Feuchtigkeit stark ansteigt. Die Notwendigkeit zum Befeuchten der Luft beginnt bei Außentemperaturen um 4° C. Es hat sich herausgestellt, dass für unsere Breitengrade in beheizten Räumen bei 22 ° C eine relative Luftfeuchtigkeit von 40% bis 45% optimal ist, da nur bei dieser relativen Luftfeuchtigkeit ein Austrocknen der Schleimhäute verhindert wird. Einsatz von Raumbefeuchtern In Gebäuden, die bereits mit raumlufttechnischen Anlagen ausgestattet sind, ist zu überprüfen, ob diese mit einer Luftbefeuchtungsanlage ausgerüstet sind. Der nachträgliche Einbau auf Grund verschiedener Luftbefeuchtungssysteme ist sowohl im Lüftungsgerät als auch im Luftkanal problemlos möglich. Ohne zusätzliche Luftbefeuchtung und je nach Außenluftanteil kann die relative Luftfeuchtigkeit in den Gebäuden bei Außentemperaturen im Minusbereich bis auf unter 20 % r.F. sinken. Auf dem Markt werden verschiedene Alternativen für die Luftbefeuchtung empfohlen:. Heizkörperverdunster, Zimmerspringbrunnen, Zimmerpflanzen oder auch Wäschetrocknen im Wohnbereich. Diese Systeme können moderne Luftbefeuchtungssysteme nicht ersetzen, da entweder viel zu wenig Feuchtigkeit (Pflanzen und Springbrunnen) freigesetzt wird, oder zum falschen Zeitpunkt zuviel (Wäschetrocknen) oder hygienisch mangelhafte Zustände erreicht werden (Heizkörperverdunster). Für den privaten Bereich in Wohnungen werden verschiedene Geräte angeboten: Luftwäscher, Verdunster, Ultraschallbefeuchter, Trommelverdunster und Dampfluftbefeuchter. Für den kommerziellen Bereich in größeren Lüftungsanlagen kommen noch Umlaufsprühbefeuchter, Kaltdampfgeneratoren, Zweistoffdüsen, Dampfluftbefeuchter, usw. hinzu. Quelle: FGK | ||
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