23. November 2006
EU-Energieeffizienzplan: 20% Energieeinsparung bis 2020
Die EU-Kommission hat im so genannten Aktionsplan zur Energieeffizienz beschlossen, 20 Prozent der Energie bis 2020 einzusparen und so genannte Energiefresser vom Markt zu nehmen.
Mindestens 20 Prozent des Energieverbrauchs in der EU wird verschwendet. Zu diesem Schluss kommt Andris Piebalgs, Energiebeauftragter der EU-Kommission. Die EU-Kommission hat im so genannten Aktionsplan zur Energieeffizienz beschlossen, 20 Prozent der Energie bis 2020 einzusparen. Über 75 Maßnahmen sollen beim Verkehr, bei Gebäuden und auch bei den Haushaltsgeräten gesetzt werden. Bis zum 30. Juni 2007 muss jeder Mitgliedstaat einen Aktionsplan erstellt und bei der Kommission eingereicht haben.
Die Umsetzung der Richtlinie soll in mehreren Etappen erfolgen, wobei zunächst eine Fokussierung auf zentrale Produktkategorien in den Bereichen Haushalts- und Bürogeräte sowie Unterhaltungselektronik und Raumwärme vorgesehen ist. Dabei sollen auch konkrete Durchführungsmaßnahmen definiert werden. Die Kriterien werden derzeit in Studien analysiert. Eine dieser insgesamt 14 Studien beschäftigt sich auch speziell mit dem Thema "Stromverbrauch im Stand-by Modus".
Untersucht werden neben Markt- und Rechtsaspekten auch die ökologischen Wirkungen der Produkte - dazu zählen etwa lebenszyklusorientierte Betrachtung in den Phasen Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Nutzung, Wartung und Entsorgung. Im Mittelpunkt steht allerdings das Kriterium Energieverbrauch. Für Haushaltsgeräte gibt es das EU-weite Energieeffizienzlabel. Dieses muss bei Kühl- und Gefriergeräten, Waschmaschinen, Wäschetrocknern, Geschirrspülern, Backrohren, Lampen sowie Raumklimageräten im Handel angegeben werden. Es differenziert in Energieeffizienzklassen von "A" (sehr effizient) bis "G" (wenig effizient). Bei Kühlgeräten sind auch zusätzlich A+ und A++ vorgesehen. Für einige Bürogeräte gibt es darüber hinaus das Label "Energy Star" die auf freiwilliger Basis vom Hersteller beantragt werden kann, wenn das Produkt bestimmte Effizienzkriterien erfüllt. Das Label-Programm "Energy Star" basiert auf einem kürzlich verlängerten Abkommen zwischen den USA und der EU.
Quelle: pressetext