22. February 2007
Grünes Licht für weltweit größtes Wellenkraftwerk
Die schottische Regierung hat ihre Zustimmung für die Förderung des weltweit größten Wellenkraftwerks gegeben. Bereits ab 2008 soll die Anlage vor den Orkney-Inseln genug Energie produzieren, um etwa 2.000 Haushalte mit Strom zu versorgen.
 | Foto: Pixelquelle  |
Die geplante Anlage basiert auf der so genannten Pelamis-Technologie. Dabei schwimmen bis zu acht Meter lange, röhrenförmige Segmente auf der Meeresoberfläche und produzieren Strom, indem sie sich im Takt der Meereswellen auf und ab bewegen. Bereits seit 2004 wird die Pelantis-Technologie vor den Orkney-Inseln getestet, bei einem Projekt an der Nordküste Portugals konnte bereits ausreichend Energie produziert werden, um etwa 1.500 Haushalte mit Strom zu beliefern.
Das Projekt soll das Leistungspotenzial dieser erneuerbaren Form der Energiegewinnung demonstrieren. "Schottland besitzt das Potential, ein Viertel der europäischen marinen Energie zu produzieren," sagt Simon McMillan von Scottish Power.
"Im Vergleich mit anderen erneuerbaren Energien, wie zum Beispiel der Solar- oder Windkraft, liegen die Wellenkraftwerke in ihrer Entwicklung allerdings etwa 30 Jahre zurück", sagt der Energieforscher Hermann-Josef Wagner vom Institut für Energietechnik der Ruhr-Universität Bochum. "Weltweit werden derzeit verschiedene Modelle für Wellenkraftwerke entwickelt: Nahezu alle befinden sich noch in der Testphase."
In Küstennähe ist das Raumangebot für Wellenkraftwerke zudem stark begrenzt. "Trotzdem besitzt die Wellenenergie ein großes Potential", sagt Wagner. "Sie ist ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Energieversorgung."
Quelle: pressetext
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