2. May 2007
Mini-Windkraftwerke für britische Haushalte
Der italienische Elektromotorenhersteller Lafert geht gemeinsam mit seinem schottischen Partner und Windgeneratoren-Fabrikanten Windsave den britischen Markt mit Mini-Kraftwerken für den Hausgebrauch an. Die Briten fordern geringe Auflagen zur Installation des privaten Windrades und fördern die Anschaffung obendrein mit einem Drittel der Kosten.
 | Foto: www.lafert.com  |
Der mit Dauermagneten ausgerüstete Stromgenerator ist auf eine Leistung von einem Kilowatt ausgelegt und kann in Großbritannien ohne aufwändiges Genehmigungsverfahren an Häusern oder in Gärten installiert werden. Einzige Auflage zur Anbringung der Anlage ist ein drei Meter vom Haus abstehender Befestigungsmast und ein zweieinhalb Meter großer Aktionsradius für die Windräder. Ein Drittel der bei 1.500 Pfund liegenden Anschaffungskosten wird als Subvention vom englischen Staat getragen. Die Kleinturbine hilft, unter günstigen Standortbedingungen bis zu 30 Prozent der jährlich anfallenden Stromkosten einzusparen.
Die dazugehörigen Rotoren werden in Dänemark, der elektronische Teil in den USA hergestellt. "Die Anlage ist eine Innovation, denn sie benötigt keine großvolumigen Akkumulatoren und Zusatzgeräte wie es bei den herkömmlichen Systemen der Fall ist", erklärt Luca Trevisiol, Hauptgeschäftsführer der Lafert-Gruppe. Sowohl die Installation als auch die Benutzung sind nach Unternehmensangaben sehr einfach. Der erzeugte Strom wird direkt ins häusliche Netz gespeist, so dass damit statt wie normalerweise nur ein Apparat gleich mehrere Elektrogeräte betrieben werden können. "Ich bin sicher, dass es auch in Italien genügend Standorte gibt, bei denen sich die Anschaffung nach drei Jahren bezahlt macht. Deshalb sind wir auf der Suche nach einem italienischen Partner, mit dessen Know-how wir eine Komplettanlage auf den Markt bringen können", so Trevisiol.
Lafert hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 20 Prozenz auf 80 Mio. Euro steigern können. Im laufenden Jahr wird eine weitere Zunahme um zehn Prozent erwartet. "Falls die italienische Regierung die Mini-Windkraftwerke in ihr Programm zur Förderung erneuerbarer Energien aufnimmt, könnten wir eine weitaus größere Dimension erreichen", meint Trevisiol.
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