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16. May 2007
Revolution in der Beleuchtungstechnik gelungen?
Die weißen organischen Leuchtdioden, auch OLEDs genannt, sollen die Technik der Beleuchtung revolutionieren und vor allem die Lebensdauer von Beleuchtungskörpern verlängern sowie deren Energieeffizienz erhöhen. "Schon heute liefert dieses flache Licht, verglichen mit einer gewöhnlichen Glühbirne, doppelte Effizienz und die fünffache Lebensdauer", berichtet der Projektleiter Peter Visser. Doch mit der neuen Entwicklung geben sich die Techniker nicht zufrieden. Angestrebt wird ein Endziel für OLED-Beleuchtung von 50 Lumen pro Watt Effizienz in Kombination mit einer Lebensdauer von 10.000 Stunden. Bis zum Ende des Projekts im kommenden Jahr müssen wir vier Mal besser werden, als wir es jetzt sind", meint Visser. "In einigen Jahren erwarten wir die Effizienz einer Kompaktleuchtstofflampe zu erreichen. Das verspricht eine strahlende Zukunft für die OLED-Beleuchtung." Bisher wurden die OLEDs vor allem für kleine Displayanwendungen wie beispielsweise in MP3-Playern eingesetzt. "Eines der erklärten Ziele des OLLA-Projekts ist es, die OLEDs aber auch als effiziente Lichtquelle zu nutzen", erklärt Visser. Insgesamt arbeiten 24 Partner in acht Ländern zusammen. Neben Universitäten sind es internationale Forschungseinrichtungen, aber auch Industriepartner, die hier gemeinsam tätig sind. Untersucht wurden von den Forschern auch die verschiedenen Fabrikationsprozesse der OLED-Herstellung. Obwohl bereits über höhere Effizienzen berichtet wurde, glauben die Projekt-Mitarbeiter, dass die nun gezeigten Ergebnisse den derzeitigen Forschungsstand widerspiegeln. OLED-Materialien basieren auf organischen Kohlenwasserstoff-Verbindungen und beinhalten kein Quecksilber wie beispielsweise Gasentladungslampen. Gemeinsam mit anorganischen LEDs haben OLEDs das Potenzial, erhebliche Energieeinsparungen in Lichtanwendungen zu ermöglichen. Weltweit suchen Wissenschaftler nach Alternativen zur herkömmlichen Glühbirne, da bei dieser fast 95 Prozent der verbrauchten Energie als Wärme und nicht als Licht abgegeben wird. "Unser Ziel ist es eben, 95 Prozent der Energie als Licht und nur fünf Prozent als Wärme zu erhalten", so Visser dazu. | ||
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