31. May 2007
Mehr Energieeffizienz für Kommunen
Von der energiesparenden Straßenbeleuchtung bis zur energetischen Sanierung kommunaler Gebäude - es gibt genug Möglichkeiten die "Energiefresser" der Kommunen durch effiziente Energie zu ersetzen und damit auch die Verwaltungs- haushalte zu entlasten. Wegweisende Beispiele wurden auf der Tagung 'Energieeffizienz ist machbar' vorgestellt.
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Wie es auch anders geht, dokumentierte die Tagung "Energieeffizienz ist machbar" der EnergieAgentur NRW in Duisburg, auf der über 100 Vertreter der Wohnungswirtschaft und Kommunen teilgenommen haben. "Unsere Städte und Gemeinden müssen jetzt die Weichen stellen, um langfristig nicht von Energiekosten erdrückt zu werden", konstatierte NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben. "Es könnte sich künftig teuer bezahlt machen, wenn wir vor notwendigen Investitionen in die Energieeffizienz zurückschrecken, weil wir die mittelfristigen Kosten scheuen", so die Ministerin.
Energieeffizienz ist machbar
Auf Solarenergie setzt die österreichische Stadt Linz. Der Magistrat der Stadt, Günter Amesberger, stellte das erfolgreiche Projekt "Solarcity Linz" vor. Zu den Vorzeigekommunen in Sachen Energieeffizienz und Erneuerbare Energien zählt aber auch Gelsenkirchen: Solarsiedlungen, Thermographieaktionen, eine energieeffiziente Energiezentrale für ein Krankenhaus im Contracting finanziert, Solarfabriken, Projekte zum Nutzerverhalten sind nur einige Stichworte, die für den innovativen Umgang mit Energie in Gelsenkirchens sprechen.
Öffentliche Gebäude sanieren
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Tagung waren die energetisch zu sanierenden kommunalen Liegenschaften. Das Marktpotenzial für die energetische Sanierung wird bundesweit auf rund 350 Milliarden Euro geschätzt. Neben positiven Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt verspricht die Sanierung des Altbaubestandes durch eine Reduktion des Heizenergieverbrauchs auch eine Verringerung der CO2-Emissionen. Thoben: "Die energetische Sanierung des Gebäudebestandes ist eine der größten Herausforderungen der Gegenwart. Das gilt für das Rathaus, die Schule oder das Mehrfamilienhaus gleichermaßen." Die Ministerin wies darauf hin, dass die nötigen Investitionen in die Energieeffizienz des Gebäudebestandes durch zinsgünstige Kredite für öffentliche Gebäude der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt werden.
Energie einsparen
Neben der Gebäudesanierung gibt es für Kommunen weitere Möglichkeiten, die Haushaltskasse zu entlasten. Gerade in den vergangenen Jahren hat es Fortschritte bei der Effizienzsteigerung der Straßenbeleuchtung gegeben. So werde z.B. in der Eifel-Gemeinde Mechernich erfolgreich getestet, durch Spannungsabsenkung im Straßenbeleuchtungsnetz Strom zu sparen. Dabei springen ohne Umrüstung der Straßenlaternen mindestens 30 Prozent Stromeinsparung heraus, ohne dass eine Lampe ausgeschaltet werden muss. "Das menschliche Auge bekommt von der Reduzierung des Energieverbrauchs gar nichts mit - es bleibt optisch gleich hell", erklärte Hüttenhölscher. Das Projekt amortisiert sich bereits nach cirka acht Jahren.
Weitere Informationen: www.energieagentur.nrw.de