4. June 2007
Bürogebäude: Energieeffizienz oder Behaglichkeit?
Rund 40% der in Deutschland verbrauchten Endenergie dient dem Wohlbefinden in Gebäuden. Mit dieser Energie wird geheizt, gekühlt, gelüftet und beleuchtet. In Bürogebäuden ist es in der Hitze des Sommers oft schwierig, diese Behaglichkeit zu erreichen - oft nur mit hohen Energiekosten durch die Klimaanlage.
Vielfach benötigen Unternehmen mehr Energie für die Klimatisierung im Sommer als für die Heizung im Winter. Der sparsame Umgang mit Energie muss aber nicht unbedingt im Widerspruch zur Behaglichkeit stehen. Dies belegt eine vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) beauftragte Studie.
Die Wissenschaftler untersuchten den thermischen Komfort im Sommer für ausgewählte Büro- und Verwaltungsbauten ohne Klimaanlagen. Bei Neubauten dienten Daten aus der Forschung für Energieoptimiertes Bauen (EnOB) des Bundeswirtschaftsministeriums als Grundlage. Daneben analysierten sie auch Bestandsgebäude. In Simulationsrechungen für verschiedene Gebäudetypen zeigen sie die Möglichkeiten und Grenzen passiver und aktiver Kühlungsstrategien sowie von Sonnenschutz- maßnahmen auf. Auch die Kosten der verschiedenen Varianten und ihre Wirtschaftlichkeit wurden für ein Referenzgebäude durchgespielt.
Die Studie entstand in Zusammenarbeit des Lehrstuhls für Bauphysik und Technische Gebäudeausrüstung der Universität Wuppertal und des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme in Freiburg. Die Ergebnisse sind jetzt in Form eines 100-seitigen Berichts erhältlich.
Wer sich genauer darüber informieren möchte, kann den Bericht mit dem Titel »Energieeinsparung contra Behaglichkeit?« unter www.bbr.bund.de downloaden.
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