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25. June 2007
Fenstermarkt wächst um 9,6 Prozent
Mit einem Absatzplus von 9,6 Prozent konnten die deutschen Fensterhersteller 2006 den jahrelangen Abwärtstrend des Fenstermarkts umkehren. Im Jahr 2005 war der Absatz noch um 8,2 Prozent gesunken. Die positive Entwicklung setzt sich abgeschwächt auch in diesem Jahr und in 2008 fort. So das Ergebnis der aktuellen Marktstudie der vier führenden Branchenverbände. Die baunahe Branche mit ihren rund 8.000 Fensterbetrieben und ihren rund 15.000 Fachbetrieben konnte 2006 rund 12,7 Millionen Fenstereinheiten absetzen. Der Umsatz der Branche kletterte auf rund 7,6 Milliarden Euro. "Hauptgrund für das Marktwachstum ist die zunehmende energetische Sanierung der Wohnungsbestände, zu der sich immer mehr Bauherren aufgrund der dramatisch steigenden Energiekosten entschlossen haben", so Ulrich Tschorn, Geschäftsführer des Verbandes der Fenster- und Fassadenhersteller e.V., bei der Vorstellung der Marktzahlen auf dem Hamburger Jahreskongress der Fensterverbände am 16. Juni. "Der Beitrag zum Energiesparen durch Fenstertausch wird zudem durch günstige Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert. Nach der Abschaffung der Eigenheimzulage zum 1. Januar 2006 machen sich außerdem Vorzieheffekte bemerkbar." Für 2007 rechnen die Verbände mit einem Wachstum von 1,1 Prozent auf 12,8 Millionen Fenstereinheiten. Für 2008 wird dann mit einem Absatz von 13,3 Millionen Fenstereinheiten ein weiterer Anstieg um 3,3 Prozent erwartet. Anders als im Jahr 2006 wird 2007 nicht mehr der Wohnungsbau, sondern der gewerbliche Bau das Marktwachstum stützen. Konnte der Wohnungsbau im Jahr 2006 noch um 10,8 Prozent zulegen, so wird in diesem Sektor für 2007 ein Rückgang um 2,0 Prozent erwartet. Im gewerblichen Bau oder Nichtwohnbau betrug der Zuwachs 2006 7,1 Prozent. Für 2007 wird ein Plus von 7,4 Prozent prognostiziert. Der Renovierungsbereich wächst von 6,5 Millionen Fenstereinheiten im Jahr 2005 auf 7,4 Millionen in 2006. Der Zuwachs beträgt 13,9 Prozent und spiegelt das Ausmaß energetischer Wohnraumsanierung durch Fenstertausch. Die Prognose für 2007 rechnet mit 7,5 Millionen Fenstereinheiten, das wäre ein Zuwachs von 1,5 Prozent. Im Neubau stieg der Absatz von 2005 auf 2006 von 5,1 Millionen auf 5,3 Millionen Fenstereinheiten. Der Zuwachs beträgt damit 4,0 Prozent. 2007 bleiben nach der Prognose für den Neubau Absatzzahl und Marktanteil praktisch unverändert. Bei den Rahmenmaterialien gibt es nur geringfügige Verschiebungen der Anteile: Für 2006 betragen die Marktanteile für Kunststoff 56,8 Prozent, Holz 19,8 Prozent, Alu 18,3 Prozent und Holz-Alu 5,1 Prozent. Die entsprechenden Erwartungen für 2007 lauten 56,3 Prozent für Kunststoff, 19,4 Prozent für Holz, 19,2 Prozent für Alu und 5,1 Prozent für Holz-Alu. Die Rückgänge bei Kunststoff und Holz und der Zuwachs bei Aluminium entsprechen der erwarteten Verschiebung vom Wohnbau zum Nichtwohnbau in 2007. | ||
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