4. October 2007
Wärmepumpenabsatz steigt um fast 85%
Der seit Jahren ungebremst steigende Absatz der Wärmepumpen setzt sich auch 2007 fort, meldet der Bundesverband WärmePumpe. Dies sei ein klarer Beleg für den wachsenden Bedarf nach effizienter Heiztechnik mit einem großen Anteil erneuerbarer Energien.
Der Markt für Heizungsmodernisierungen ist eingebrochen. Dieses Fazit zieht der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH) in einer Marktanalyse, die er kürzlich auf einer Konferenz in Berlin vorstellte. Einzig die Wärmepumpe konnte deutlich zulegen; alle anderen Technologien mussten zum Teil deutliche Einbußen hinnehmen.
Die aktuelle Marktanalyse des Verbands beleuchtet den derzeitigen Zustand der etwa 17 Mio. Wärmeerzeuger im Bestand deutscher Haushalte. Denmach entsprechen nur 10 Prozent dem heutigen Stand der Technik, 70 Prozent der Anlagen nutzen das energetische Potential nur unzureichend und 20 Prozent der Bestandsanlagen, also weit über 2 Mio. Wärmeerzeuger, sind älter als 25 Jahre und nutzen es gar nicht aus.
Im ersten Halbjahr wurden laut BWP insgesamt bereits 25.830 Wärmepumpen zur Raumheizung verkauft, dies entspreche einem Plus von rund 85 Prozent. Im Rekordjahr 2006 seien im gleichen Zeitraum 13.983 Heizungs-Wärmepumpen installiert worden.
90 Prozent der im Haushalt benötigten Energie gehen auf das Konto von Heizung und Warmwasser. Die Wärmepumpe hilft dabei, diese Energiemengen zum großen Teil aus Umweltwärme bereitzustellen. Dafür nutzt die Wärmepumpe Umgebungsluft, Erdreich oder Grundwasser. Die Bilanz: 40% weniger CO2-Emissionen und nur die Hälfte Heizkosten.
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