18. March 2008
Solarbetriebene Lampen für eine Milliarde Menschen
Das Projekt "Lighting a billion lives" (eine Milliarde Leben erleuchten) des indischen Energy and Resources Institute hat sich zum Ziel gesetzt, Dorfbewohner mit günstigem elektrischem Licht zu versorgen. Um gleichzeitig die Umwelt zu schonen, setzt man auf Solarenergie.
 | Auch in Peru werden Solarlampen benutzt.  |
Weltweit leben etwa 1,6 Milliarden Menschen ohne Zugang zu Elektrizität, allein in Indien sind es 78 Millionen Haushalte. Damit Erwachsene mehr Zeit zum Arbeiten und Kinder eine Chance zum Lernen haben, hat das indische Energy and Resources Institute kürzlich ein neues Projekt initiert. Die solarbetriebenen Lampen seien eine saubere Alternative zu Kerosin oder Biomasse, die in armen abgelegenen Gebieten oftmals zur Beleuchtung verbrannt würden, erklärt die Projektkoordinatorin Akanksha Chaurey. Der Umwelt nützt das Projekt ebenfalls: Jede Solarlaterne spart während ihrer zehnjährigen Lebensdauer fast drei Tonnen Kohlenstoffdioxid.
Zentrale Ladestation in jedem Dorf
Das Projekt startete vergangenen September. Bislang wird zehn Dörfern in Indien mit jeweils 50 Laternen geholfen. Jedes Dorf erhält eine zentrale Ladestation, an der die Dorfbewohner die Lampen ausleihen können. Eine Ladung kostet umgerechnet zwölf Cent. Die Organisatoren sind optimistisch, dass das Ziel, einer Milliarde Menschen zu helfen, erreicht wird. "Für eine Milliarde Menschen brauchen wir 200 Millionen Laternen", erklärt Chaurey. Die Gesamtkosten für das Projekt werden auf etwa 15 Milliarden Dollar geschätzt.
Sponsoren gesucht
Das Projekt sucht nun Sponsoren, die die Kosten für die Lampen tragen. Der Preis für ein Gerät beträgt 80 Dollar. "Wir hoffen, wir bekommen große Unterstützung von Unternehmen und auch von Privatpersonen, die eine oder zwei Lampen spenden", sagt Chaurey. Für Unternehmen stehen Pakete zu 50 bis 200 Laternen bereit, sie kosten 7.500 Dollar bis 30.000 Dollar.
Staaten sind ebenfalls aufgerufen zu helfen. "Wir haben Zusagen aus Mexiko und vom Präsidenten der Malediven und hoffen, bald auch Afrika mit Licht versorgen zu können", berichtet Chaurey.
Weitere Infos findet man unter www.teriin.org
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