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2. April 2008

Marktanreizprogramm vergibt 2008 mindestens 300 Millionen Euro

Für 2008 werden mit bis zu 50.000 Anträgen alleine für die Förderung von Wärmepumpen gerechnet. Zudem will das Marktanreizprogramm auch das rückläufige Geschäft der Installateure wieder in Schwung bringen.

Marktanreizprogramm vergibt 2008 mindestens 300 Millionen Euro

Gerhard Schallenberg, Leiter des Marktanzreizprogramms (MAP) beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, sieht mit dem veränderten MAP die Chance, erneuerbare Energien in der Wärmeversorgung zu etablieren. Er ist sich sicher, dass die Fördersumme in Höhe von 350 Millionen Euro in diesem Jahr weitestgehend ausgeschöpft wird. In einem Interview der Zeitschrift ‚neue wärme‘ sagt der MAP-Chef: „Wir gehen davon aus, dass mindestens 300 Millionen Euro bewilligt werden.“ Die anhaltend hohen Energiepreise leiteten ein Umdenken ein. Vor allem bei der Sanierung würden viele Leute jetzt auf erneuerbare Energien umsteigen.

Durch die Ausweitung des MAP geht das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle nun von einer hohen Nachfrage insbesondere bei Wärmepumpen aus. Mit 30.000 bis 50.000 Anträgen allein für Wärmepumpen rechne das Bundesamt, so der Jurist. Schallenberg weiter: „Die Effizienzboni für neue Pumpen oder die Boni für Kesseltausch beziehungsweise die Kombination von Sonnenkollektoren mit Gasbrennwert werden die Zahl der Anträge sicher steigen lassen.“ Außerdem werde für die einzelnen Vorhaben mehr Geld gegeben. „Wer eine neue Heizungsanlage braucht und dazu Solarthermie nutzt, wird mit zwei Zuschüssen belohnt, immerhin rund 2.000 Euro“, berichtet er.

Gleichzeitig verhelfe das MAP dem rückläufigen Geschäft der Installateure wieder zum Aufschwung, sagte Schallenberg dem B2B-Magazin für regenerative Energietechnik. Wegen der allgemeinen Verunsicherung der Verbraucher schwächelte das Sanierungsgeschäft im vergangenen Jahr. „Ich denke, dass die Zurückhaltung ein Stück weit durch die politischen Diskussionen verursacht wird.“ Man wartete lieber ab, wohin die Reise geht, erklärt Schallenberg. 

Kommentare

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