10. April 2008
Wohnnebenkosten seit 2002 um 25% gestiegen
Die Wohnnebenkosten steigen in Deutschland immer weiter und stellen für die meisten Haushalte eine immer größere finanzielle Belastung dar. Laut einer Studie des Verbraucherportals TopTarif erhöhten sich die Kosten seit 2002 um etwa 25%.
 | Foto: Strompreise in der EU  |
Größter Kosten-Verursacher sind hierbei flüssige Brennstoffe (Heizöl) mit einem Anstieg von knapp 64%. Auf den weiteren Plätzen folgen Gas (41,9%) und die Kosten für Strom (26,3%). Die Lebenserhaltungskosten stiegen im selben Zeitraum zudem um 8,6 %, die Nettokaltmieten um 4,9%. Die Bruttolöhne (ohne Inflationsbereinigung) stiegen hingegen nur um 6,2 %.
Wasserversorgung, Müllabfuhr und Abwasserentsorgung gehören zu den Posten, bei denen es häufig nur einen regionalen, öffentlichen Anbieter gibt. Auch Kaltmiete und Heizöl sind meist Kosten, auf die der Verbraucher aktiv keinen Einfluss nehmen kann. Bei Strom und Gas sieht dies anders aus. Hier können Mieter unter mehreren Anbietern wählen und den Gesamtbetrag der Nebenkosten teilweise erheblich senken. „Verbraucher sollten genau prüfen, wo sie bei den Nebenkosten ihrer Wohnung sparen können“ so Thorsten Bohg, Tarif-Experte beim Verbraucherportal TopTarif. „Nicht nur Strom und Gas sollten einer Kostenkontrolle unterzogen werden, auch Telefon und Internet gehören zur Grundausstattung einer Wohnung und können viel Sparpotential beinhalten. So kann eine vierköpfige Familie mit einem durchschnittlichen Strom- und Gas-Verbrauch sowie bei normaler Telefon-und Internet-Nutzung in Braunschweig bis zu 600 Euro im Jahr sparen.“
Verbraucher können im Internet unter www.toptarif.de alle Tarifarten kostenlos vergleichen und auch den Anbieter wechseln.