17. April 2009
Start frei für Frankfurts erste Solartankstelle
Frankfurt hat seine erste Solartankstelle. An der traffiQ-Verkehrsinsel auf der Hauptwache, dem Stadtmittelpunkt und einem der bekanntesten Plätze der Börsenstadt, können ab sofort Elektroroller oder Fahrräder mit Elektrohilfsmotor wie Velo-Taxis kostenlosen Ökostrom zapfen.
 | Foto: Solartankstelle Frankfurt  |
An sechs Steckdosen können während der Öffnungszeiten der Verkehrsinsel (Mo bis Fr 9.00 – 20.00 Uhr und Sa 9.30 – 18.00 Uhr) Elektrofahrzeuge angeschlossen werden. Überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist. Das Solardach der Verkehrsinsel wurde mit 18 Solar-Modulen mit je 190 W bestückt . Der prognostizierte Ertrag liegt bei bis zu 3.420 kWh. An einem schönen Sommertag produziert die Photovoltaikanlage bis zu 21 kWh - damit kann ein E-Scooter über 700 km zurücklegen.
Koordiniert wurde das Projekt vom Umweltforum Rhein Main und vom Verkehrsdezernat der Stadt. An der Investition von rund 65.000 € beteiligten sich die Firma Ralos, der Energieversorger Mainova, die Frankfurter Sparkasse und die Verkehrsgesellschaft traffiQ. Das Frankfurter Goethe-Gymnasium begleitet das Solartankstellenprojekt. Dem Umweltforum und seinen Partnern kam es darauf an, die Verbindung von Elektroantrieb und Solarenergie an Frankfurts belebtestem Ort zu präsentieren. Umweltdezernentin Manuela Rottmann hofft, dass sich viele weitere Partner am Ausbau des Solartankstellennetzes in Frankfurt beteiligen. „Solartankstellen wären eine tolle Sache für Firmen, die ihren Beschäftigten mehr als nur Auto- oder Fahrradstellplätze anbieten wollen oder für Supermärkte, die ihren Kunden während des Einkaufs bio den Tank füllen.“ Auch Automobilhersteller sähe die Stadträtin gerne mit im Bunde.
Die Frankfurter Sparkasse testete schon in den 90er Jahren ein Elektrofahrzeug im innerstädtischen Botenverkehr. Der Umweltbeauftragte Helge Beck warf im Geschäftsbericht 1994 einen Blick in die Zukunft: „Optimal wäre, wenn der Ladevorgang mittels einer mit Sonnenenergie gespeisten Tankstelle erfolgen könnte“, schrieb er damals. Als stellvertretender Vorsitzender des Umweltforums konnte Beck nun andere von seiner Idee begeistern und brachte den Stein ins Rollen.
Quelle: Sonne, Wind und Wärme: www.sonnewindwaerme.de
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