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4. August 2009
Greenpeace startet eigene Umwelt-Community
Greenpeace startet ab sofort mit der eigenen Community "GreenAction" für Umweltthemen im Internet. Die offene Plattform ist so konzipiert, dass sich neben Greenpeace auch andere Initiativen, Organisationen und Aktive aus dem Umweltbereich mit den unterschiedlichsten Interessen und Hintergründen präsentieren und vernetzen können.
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"Wir müssen mehr Menschen gewinnen, die selbst aktiv werden und auch andere zum Handeln bewegen. Die Zeit zur Lösung der großen Umweltprobleme drängt", stellt Roland Hipp, Kampagnen-Geschäftsführer von Greenpeace fest. Nur gemeinsam könne der notwendige Druck auf Politiker und Unternehmen aufgebaut werden, damit sie Lösungen für Probleme wie Klimawandel und Artenschwund umsetzen. "Das Internet ist eine hervorragende Plattform, um Menschen zu mobilisieren und miteinander zu vernetzen", so Hipp.
Kerngedanke hinter GreenAction ist der Versuch, eine zentrale Plattform zu schaffen, auf der Nutzer einfach und schnell eigene Kampagnen anlegen, aktualisieren und Unterstützer für ihre Ziele gewinnen können. "Uns geht es hier vor allem darum, einen einheitlichen Ort für unsere Unterstützer zu schaffen, auf dem sie ihre Umweltkampagnen einem breiteren Publikum präsentieren können. Auf diese Weise wollen wir die Herausbildung einer Gegenöffentlichkeit fördern und den Versuch unternehmen, das Web insgesamt politischer werden zu lassen", erklärt Volker Gaßner, Leiter des Bereichs Presse, Recherche und Neue Medien bei Greenpeace Deutschland, auf Anfrage von pressetext. Denn gerade in Bezug auf den letztgenannten Aspekt halte das Netz noch ein sehr großes ungenutztes Potenzial bereit. "Der Einsatz des Internets im Rahmen der politischen Auseinandersetzungen im Iran hat einmal mehr klar gezeigt, dass in dieser Hinsicht noch viel möglich ist", meint Gaßner.
Gleich zum Start der Greenpeace-Community finden sich auf dem Portal bereits rund 50 Kampagnen aus einem Dutzend verschiedener Themenbereiche. Initiatoren der Mitmachaktionen sind beispielsweise der Club of Rome mit seiner DESERTEC-Initiative, die Hamburger Bloggerin Kirsten Brodde, die Unterstützer für ethisch und ökologische korrekte Textilien sucht, und verschiedene Anti-Atom- und Klimaschutzinitiativen. Greenpeace selbst hat unter anderem seine Kampagnen zu gentechnikfreier Milch und zum Schutz des Amazonas-Regenwaldes eingestellt. Um zu verhindern, dass weder Unternehmen noch Parteien Kampagnen auf GreenAction anlegen, wird laut eigenen Angaben ein ganzes Team von Greenpeace-Mitarbeitern kontinuierliche Kontrollen durchführen. Die Inhalte der Seite werden zudem darauf überprüft, ob sie dem Grundsatz der Gewaltfreiheit und des respektvollen Umgangs miteinander entsprechen.
"GreenAction ist Teil der Social-Media-Strategie von Greenpeace, in deren Rahmen wir nun nicht nur eine eigene Online-Community anbieten, sondern auch in allen anderen großen sozialen Netzwerken präsent sind", erläutert Gaßner. Der heutige Start der Plattform markiere den Abschluss einer mehrmonatigen Beta-Testphase, an der rund 900 Menschen aus aller Welt teilgenommen hätten. "Wir werden das Angebot sukzessive den Wünschen der User entsprechend ausbauen. Derzeit ist die Seite zwar nur in deutscher Sprache verfügbar, eine ergänzende englischsprachige Variante ist aber bereits in Planung", so Gaßner abschließend.
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